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36. Engadin Skimarathon 2004 * St. Moritz

Nachdem ich schon viel vom "Engadinder" gehört hatte und scheinbar schon halb Altenberg dort war, entschloß ich mich im Sommer 2003 endlich auch mal mitzufahren. Also ging es dann nach mehr oder weniger viel Training auf Skirollern und Ski los:

 11.03.2004

Punkt 3:00 Uhr starten wir mit dem Auto in Bärenfels und kommen knapp 10 Stunden später in St. Moritz an. Ein besonderer Höhepunkt war die Fahrt über den Julierpaß auf fast 2.300m bei Schneesturm. Im Quartier (Jugendherberge St. Moritz) angekommen haben wir natürlich als erstes die Ski ausgepackt und erstmal eine Stunde die Loipe und den tollen Neuschnee getestet.  

Jugendherberge St. Moritz

Notlager in der Jugendherberge, in dem wir am ersten Tag übernachteten, weil irgendetwas mit der Reservierung nicht stimmte

12.03.2004

Ich habe mir vorgenommen die Strecke von St. Moritz bis zum Ziel abzufahren - 27km. In aller Ruhe und mit Pausen - man muss sich ja schließlich die Strecke genau ansehen... Irgendwann im Ziel, mit einer Pause in einem Wirtshaus bei Zuoz, angekommen, war ich mir schon nicht mehr ganz sicher ob ich überhaupt starten soll. Auf der 40minütigen Rückfahrt mit dem Zug bis St. Moritz wurde mir die Dimension der Strecke das erste mal richtig bewusst. Der Gedanke, dass die Strecke noch 15km länger ist konnte mich auch nicht  beruhigen.

13.03.2004

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir die Loipe ca. 10km Richtung Start und zurück gelaufen. 20km vor dem Wettkampftag sollten genügen. Irgendwie haben meine Mitreisenden erfahren, dass ich weiß wie man Langlaufski heiß wachst. Muttis altes Bügeleisen, Abziehklinge, Bürsten und natürlich Wachs hatte ich mit. Schneller als ich mich versehen konnte hatten wir 9 paar Ski zu wachsen. Da jeder Ski mindestens zweimal gewachst werden muss, standen 36x Wachs mit dem Bügeleisen auftragen, 36x Ski abziehen und 36x Laufflächen ausbürsten an. Anschließend war mir schlecht, entweder von den Wachsdämpfen oder wars doch schon die Aufregung?

Abgabe der Effektensäcke vor dem Start, die man dann am Ziel wiederbekommt

In der Startaufstellung

14.03.2004

Am Morgen des Wettkampftages war mir nicht viel besser und ich konnte keinen Bissen essen. Bis zum Start nach Maloja gab es einen Buszubringer. Ich muss in der letzten Startklasse starten, da ich als Erstläufer nicht für eine andere Klasse qualifiziert bin. Das Wetter erinnert an Zinnwald: es schneit leicht und es ist neblig.

km 0 Maloja  

Pünktlich 9:20 geht es los 4.341 "Volksläufer" werden gleichzeitig auf die Strecke gelassen. Insgesamt starten 12.576 Läuferinnen und Läufer um die 42km lange Strecke zurückzulegen. Eigentlich könnte ich schneller, aber Aufgrund der Menge der Läufer ist es fast unmöglich zu überholen. Am Rand der Loipe ist aber dann doch etwas Platz und ich kann einiges schneller laufen als das Hauptfeld.

km 5 Sils Maria

Vermutlich war ich doch etwas zu schnell. Hier dachte ich das erste mal daran aufzugeben - spätestens in St. Moritz... Die Zuschauer feuern uns wie irre an und der Wettkampfsprecher meint auf Schwyzerhochdeutsch: "Schnallt Euch die Raketen unter und zündet sie!".

km 10 Surlej

Die erste Verpflegungsstelle. Auf einmal befand ich mich mitten in Läufern mit roten Startnummern, also den letzten aus der vorhergehenden Startgruppe, die 15 Minuten eher gestartet ist. Das spornte mich gewaltig an und an aufgeben wurde keine Gedanke mehr verwendet. Meine erste Verpflegung hatte ich für km 25 geplant. Ich konnte hier also auf einen Schlag erstmal eine ganze Menge Leute überholen.

km 13 St. Moritz - Schanzenberg

Hier geht es zur Olympiaschanze einen steilen Anstieg hoch. Alle hatten mir gesagt, dass es an dieser Stelle Stau gibt. Ich hatte vorher alles gegeben, in der Hoffnung hier eine kurze Pause zu haben. Aus irgendeinem Grund war aber hier kein Stau und die vielen Zuschauer peitschten mich und die anderen Läufer mit ihren Rufen regelrecht den Anstieg hinauf.

km 15 St. Moritz Bad

Nach nur etwa 45 Minuten hatte ich bereits 15km hinter mir und war selber erstaunt darüber. Wenn es so weiter ginge könnte ich die 42km in 2:30 schaffen. Aber nach St. Moritz gibt es an einem langen Anstieg Stau, der mich fast 45 Minuten kostet.

km 20 Stazerwald, auch gerne Stürzerwald genannt

Diese Stelle ist berühmt und gefürchtet. In der "Marathonpost" ist dazu folgendes zu lesen: "Das Highlight für die Zuschauer ist und bleibt der Engadiner selbst. Wer schon mal in der Abfahrt des Stazerwalds stand, weis warum. Meistens sind die Stazerwald-Zaungäste verboten gut gelaunt, denn Schadenfreude ist halt immer noch die schönste Freude. Die Zuschauer grinsen über Mißgeschicke, Kapriolen und Stürze der ungeschickten Läufer auf den schmalen Latten. Ein Speaker moderiert das Spektakel und sorgt für Unterhaltung. Der typische Stazerwald-Zuschauer ist selten selbst auf Langlaufski anzutreffen, schaut lieber als das er selber läuft..." Ich hatte Glück und bin ohne Sturz und Probleme durch dieses schwierige Teilstück gekommen. 

km 22,5 Pontresina

Meine erste Verpflegungsstelle - zwei Becher lauwarmer Eistee mit viel Zucker sollten genügen.

km 25 Flughafen

Es geht kilometerweit nur geradeaus. Leider merke ich hier schon deutlich die zurückgelegten Kilometer und kann nicht mehr meine volle Geschwindigkeit laufen. Ab hier ist es weitgehend vorbei mit dem Überholen und am Ende des Flughafens muss ich sogar eine kurze Pause einlegen. Bei der Gelegenheit wechsle ich die Ski, weil sich beim skaten immer die Innenseite mehr abnutzt. Ich habe den Eindruck, dass die Ski nach dieser Aktion erstmal wieder besser laufen. 

km 33 Chamues-ch

Hier geht es mitten durch den Ort und man wird von allen Seiten kräftig angefeuert. Die Kilometer sind aber schon deutlich zu spüren und wirklich schneller geht es beim besten Willen nicht mehr. Inzwischen ist es auch wärmer geworden und ich habe das Gefühl Sandpapier unter den Laufflächen der Ski zu haben... Die Gedanken ans Aufgeben schießen mir wiederholt durch den Kopf. Zwei weitere Becher Tee und eine kurze Pause lassen mich aber dann trotzdem weitermachen. 

km 37 Zuoz

Das Wirtshaus an dem ich auf meiner ersten Besichtigungstour gemütlich halt gemacht habe und der Beginn der gefürchteten "Golanhöhen": auf den letzten Kilometern bis kurz vor das Ziel geht es über verschiedene Höhenrücken und zu allem Überfluß ist die Loipe auch noch seitlich geneigt. Eigentlich kann ich schon nicht mehr und ich bin mir 100%ig sicher, dass dies mein erster und letzter Skimarathon sein würde...

km 42 S-chanf

Das Ziel in Sichtweite habe ich das Gefühl die letzten Meter um keinen Preis der Welt mehr zu schaffen. Inzwischen bin ich mir 200%ig sicher, keinen Skimarathon mehr mitzumachen.

Mit einer Zeit 3:22.10,6 belege ich Rang 7.277 von 11.582 klassierten Teilnehmern und muss nächstes Jahr nicht mehr als Volksläufer starten, sondern bin für das Hauptfeld B qualifiziert. Dort ist die Staugefahr etwas geringer und das Feld ist insgesamt schneller. Mit ein wenig Glück und viel Training sollte also eine bessere Zeit und vielleicht sogar der Sprung ins Hauptfeld A möglich werden. 

Die Volksfeststimmung und Sonnenschein im Zielgelände lassen mich die Strapazen schnell vergessen und kurze Zeit später steht fest das ich nächstes Jahr auch wieder dabei sein werde. Noch am Abend wird in der Jugendherberge das Zimmer für März 2005 reserviert und der erfolgreiche Lauf mit einem Glas Wein gefeiert...

Im Ziel

In St. Moritz Bad

An der Abfahrt vom Schanzenberg

Loipen auf den Oberengadiner Seen zwischen Maloja und St. Moritz

St. Moritz - Rennstrecke

Zwischen St. Moritz und Stazerwald

Skitest in Pontresina. Hier ist später die Verpflegungsstelle

Zwischen Pontresina und Flugplatz

Beim Flugplatz

Golanhöhen

Rückfahrt mit der Rhätischen

Hier ging noch wenige Stunden vorher die Loipe durch die Straßen von St. Moritz Bad

Vor der Jugendherberge

Blick aus der Jugendherberge

Am Abreisetag bricht alles auf

Mehr Bilder und Infos gibt es unter www.engadin-skimarathon.ch

 

 

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