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| Russland: Moskau und St. Petersburg im September 2005 Teil3: St. Petersburg Leningrader Bahnhof in Moskau. Von hier sollte es zu einem Tagesausflug nach St. Petersburg gehen. Der Zug fuhr pünktlich 23:59 Uhr Moskauer Zeit und kam 08:00, natürlich auch Moskauer Zeit, auf die Minute pünktlich in St. Petersburg an. Zurück fuhr unser "Express" am gleichen Tag 23:59 von "Pitr" ab. Es kann geraten werden, zu welcher Zeit er wiederum auf die Minute genau in Moskau ankam... Das Programm für St. Petersburg sah wie folgt aus: Ankunft, Stadtrundfahrt bis Mittag Mittagessen in einer angenehmen Gaststätte, anschließend Besuch der Eremitage Fahrt mit dem Tragflächenboot über den finnischen Meerbusen und Besuch der Sommerresidenz des Zaren - Peterhof Rückfahrt mit dem Linienbus nach St. Petersburg, Abendessen in einer ebenfalls angenehmen Gasstätte in einem Vorort von St. Petersburg. Fahrt mit der Metro ins Zentrum, Newski-Prospekt, nochmalige Einkehr und Anfahrt pünktlich 23:59 Uhr nach Moskau. Zugegeben ein etwas knapper Zeitplan für so eine Stadt, aber es war nicht mehr Zeit und es hat sich trotzdem gelohnt: Innerhalb kurzer Zeit fahren mehrere Schlafwagenzüge täglich zwischen Moskau und St. Petersburg.
Das Ticket hat von Deutschland aus gebucht 79,00 € für eine Fahrt gekostet. Wie auf der Karte zu sehen ist, kostet es aber nur 1.348 Rubel, also etwa 38,50 €. Es ist vermutlich trotzdem empfehlenswert dieses vorher in Deutschland zu buchen, da die Züge offensichtlich oft ausverkauft sind und die Besorgung der Karten vermutlich nicht so einfach zu realisieren ist. Hat man die Karten über Intourist gebucht, dann bekommt man sie gegen den Voucher im entsprechenden Büro im Leningrader Bahnhof. Das befand sich zum damaligen Zeitpunkt in der Halle im oberen Bild oberhalb der Anzeigetafeln unter dem großen Bogenfenster. So sieht es im Gang des Schlafwagenzuges aus Ganz hinten ist der Samowar zu erkennen, in dem die Schaffnerinnen - wie schon seit ewigen Zeiten - heißes Wasser für Tee oder Kaffee machen Für jeden gibt es ein Essenspaket und eine Flasche Wasser
und ein Bordjournal...
In St. Petersburg gibt es auch eine Metro, die in etwa die gleiche wie die Moskauer ist. Allerdings ist das Streckennetz nicht so groß und statt einer Karte braucht man Chips, die man am Eingang an der Kasse erwerben kann. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass es hier etwas ruhiger zugeht. Das bin ich auf einer Brücke über den Gribojedow-Kanal. Hinten rechts ist die Auferstehungskirche zu sehen. Diese Kirche erinnert an die Basilius-Kathedrale in Moskau. Sie wurde zur Erinnerung an das Bombenattentat auf den Zaren Alexander II. am 01. März 1881 errichtet, bei dem der Zar ums Leben kam. Direkt daneben gibt es, wie an vielen Stellen, Souveniers und eine Bier- und Imbisstand. Überhaupt gibt es überall genügend und gute Möglichkeiten etwas zu sich zu nehmen. Manchmal überraschend billig, manchmal genauso teuer wie bei uns. Besonders in Gaststätten etwas außerhalb der üblichen Touristenziele wurden wir immer sehr freundlich bedient. Es kann dort aber passieren, dass es keine Karte in deutsch oder englisch gibt und die Bedienungen nur russisch können... Die Peter-Paul-Kathedrale - die Begräbniskirche der Zaren in der Peter-Paul-Festung Der Schloßplatz... Mit dem Winterpalais, in dem sich die Eremitage befindet. Leider war hier nur Zeit für einen kurzen Überblick. Der Eintritt kostet 350,00 Rubel. Eigentlich braucht man Tage um sich alles anzusehen... Panzerkreuzer Aurora, zumindestens die in der DDR aufgewachsenen kennen ihn. Für alle anderen in Kurzform: von ihm wurde am 25. Oktober 1917 um 21:45 der Schuß abgegeben, der das Signal für den Sturm auf das Winterpalais gab. Lenin funkte dann vom Kreuzer Aurora die Nachricht über den Sieg der Revolution... Die Fahne ist übrigens nicht etwa die britische, sondern die Flagge der russischen Kriegsmarine. Bei genauem Hinsehen bemerkt man den Unterschied. Die Newa mit dem Winterpalais und er Isaakskathedrale Als Abschluss dieses Tages ging es noch mit dem Tragflächenboot "Raketa" über den finnischen Meerbusen zum Sommersitz des Zaren "Peterhof". Das Boot legt am Ende des Kanals an, der direkt in die Ostsee mündet. Auch hier ist alles sehr gepflegt und restauriert. Der Ausflug lohnt sich auf jeden Fall. Zurück in St. Petersburg in einem Vorort. Das könnte fast auch bei uns irgendwo sein... Wie die Russen sagen: "kak u nas damoi..." - wie bei uns zu Hause. Wie man hier sieht, fahren innerhalb recht kurzer Zeit sieben Züge von St. Petersburg nach Moskau, mittendrinn 23:59 Uhr unser "Express". Alles in allem eine sehr schöne Reise mit vielen positiven Überraschungen. Man sollte sich über einige Sachen nicht wundern und sich vorher mit den Gepflogenheiten und der Geschichte des Landes etwas vertraut machen. Sicherlich kein Reiseziel a la Ballermann... Dies war der Vorgeschmack und bald geht es hoffentlich mit der Bahn an den Baikalsee. weiter zu
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